Diese Unternehmen umschmeicheln dich: Besser als bei Muttern?

Welche Unternehmen rollen den roten Teppich für Dich aus?

Unternehmen suchen engagierte Mitarbeiter, klar. Manche gehen dabei aber auch recht ungewöhnliche Wege: Der Drogeriemarkt dm etwa schenkt allen Mitarbeitern einen freien Tag im Jahr, an dem man sich dann freiwillig im Sozial- oder Umweltbereich engagieren kann. Spitzenidee, wie wir finden!  Andere Firmen versuchen Einsteiger hingegen mit eher konventionellen Mitteln zu binden. Neben einem attraktiven Gehalt gehören in vielen Branchen vor allem Sachleistungen dazu. Ein Überblick über die Angebote der Industrie.

Besser als bei Mutter: Frequentis

Bei Frequentis schöpft man die Goodies-Palette noch weiter aus. Wer sich auf kunununu umschaut, der Plattform, auf der Mitarbeiter ihre Arbeitgeber bewerten können, merkt schnell: Frequentis ist großzügig: Flexible Arbeitszeiten, Homeoffice, Kantine, Essenszulagen, Kinderbetreuung, betriebliche Altersvorsorge, Barrierefreiheit, Betriebsarzt, Gesundheitsvorsorge, Mitarbeiterrabatte, Handys, ab einer gewissen Position Firmenautos und auch Mitarbeiterevents offeriert das Unternehmen seinen Mitarbeitern. Zuhause gab es so viel Komfort für die meisten von uns nicht.

Einige Firmen unterstützen ihre potentiellen Mitarbeiter sogar schon vor dem Berufseinstieg. So sponsert zum Beispiel Weidmüller das Joanneum Racing Team der Fachhochschule Joanneum in Graz und stellt neben Geld auch Werkzeuge für die jungen Rennauto-Bauer zur Verfügung. Klar, dass die Firma dadurch an der FH ein gutes Image hat und auch ein beliebter Arbeitgeber ist.

IBM: Startup und Megakonzern in einem

Computer-Nerds haben generell gute Chancen auf einen coolen Berufsstart. Denn Firmen aus dem IT-Bereich eilt der Ruf voraus, bei Benefits traditionell freigebig zu sein. Je größer, desto großzügiger gilt zwar nicht immer, aber doch ziemlich oft. IBM etwa lockt mit einem richtig internationalen Umfeld und der Möglichkeit, im Job mit Menschen zusammenzukommen, in deren Nähe man sonst nie gekommen wäre.

Und für jene, die sich nicht entscheiden können, ob sie auf die Sicherheit eines Großkonzerns oder doch lieber auf die Aufregungen eines Startups setzen wollen, hat IBM ebenfalls ein Angebot. Im Client Innovation Center von IBM in Wien können sich junge Talente an innovativen Lösungen aus den Bereichen Big Data, Cloud oder  Internet der Dinge versuchen. Die Atmosphäre dort erinnert an kalifornische Startups, zugleich hat man aber das globale Netzwerk von IBM als Unterstützung im Rücken.

Ebenfalls mit Internationalität und globaler Vernetzung holt Haas die Besten ins Unternehmen. Der auf Anlagen für die Lebensmittelindustrie spezialisierte Maschinenbauer bietet Absolventen von technischen Studienrichtungen ein internationales Trainee-Programm von 21 Monaten an, bei dem die Trainees alle wichtigen Bereiche des Wertschöpfungsprozesses im Unternehmen kennenlernen können: von der Produktion über Engineering, bis hin zu Projektmanagement und Service. Fast die Hälfte des Programms findet im Ausland statt, in einer der Haas-Niederlassungen in China, Dänemark, den Niederlanden oder Brasilien. Und ja: Waffeln, Hohlhippen und Kekse produziert die Haas-Gruppe auch – logischerweise auf eigenen Maschinen.

Ein Engel aus dem Schlaraffenland

Die Recruiter des oberösterreichischen Spritzgussmaschinenherstellers  Engel werben wiederum damit, dass ihre Firma ein „Schlaraffenland für Techniker und Technikerinnen“  ist. Die Top-Ausstattung des Unternehmens macht Engel tatsächlich zu einem Vorreiter. Und was den Job hier außerdem auszeichnet: Engel produziert auch vor Ort. Für jene, die auch das Endergebnis ihrer Überlegungen einmal in echt sehen wollen, sicher ein zusätzlicher Ansporn.

Mit den klassischen Mitteln eines Weltkonzerns bemüht sich indessen die voestalpine um Abgänger. Flexible Arbeitszeitmodelle,  Aufstiegsmöglichkeiten, wie es in sie in richtig großen Konzernen eben gibt, ein attraktives Mitarbeiterbeteiligungssystem sowie Sozialleistungen, angefangen bei einer Kantine über Essenszulagen bis zur Kinderbetreuung und Altersvorsorge gehören bei dem Linzer Stahlspezialisten zu den geschätzten Motivationstreibern.

Blum und Co: Blöde Fragen gewünscht

Ein wichtiger Hebel, um sich die Besten eines Jahrgangs zu schnappen, sehen viele Unternehmen auch in Angeboten zur Weiterbildung. Die Zahl von Unternehmen mit eigenen, spezifischen Bildungsangeboten ist daher groß. Mitarbeiter zur Eigenverantwortung motivieren will zum Beispiel die „porr_academy“, um gezielt individuelle Karrieren zu fördern und die Potenziale der Mitarbeiter zu entfalten. Eine Führungskräfteakademie wiederum hat die Kirchdorfer Gruppe eingerichtet, die von Oberösterreich aus die Welt von Betonfertigteilen, Zement und Rohstoffen aufmischt.

Noch mehr ins Detail geht die Greiner-Group. Sie bietet talentierten Technik-Absolventen eine Spezial-Ausbildung zum Extrusionstechniker, selbstverständlich mit einem Training on the Job, das den Weg in eine Karriere rund um die Welt öffnet. Denn Greiner-Kunden finden sich auf fast allen Kontinenten dieses Planten. Und weil der Einsatz abseits der ausgetretenen heimatlichen Pfade auch so mache Herausforderung bereithält, gibt es bei Greiner zusätzlich Kurse in Kommunikation, Konfliktkompetenz, Sprachcoaching und auch ein interkulturelles Basistraining. Viele Unternehmen, wie etwa SKF in Steyr, bieten außerdem das Angebot von kontinuierlichen Fortbildungen über die gesamte Berufslaufbahn an.

Etwas ganz Eigenes hat sich in Sachen Ausbildung der Beschläge-Hersteller Blum einfallen lassen. Er ermuntert Neueinsteiger ganz bewusst dazu, Fragen an jene zu stellen, die schon länger im Unternehmen sind. Denn, so die Überzeugung: Oft sind es die vordergründig ganz blöden Fragen, die den meisten Erkenntnisgewinn liefern. Auf Vielfalt in der Ausbildung setzt die Andritz AG, die Einsteigern bis zu neun unterschiedliche Ausbildungsschwerpunkte schmackhaft macht.

Nine to five war einmal

Auch das erfreulich: Gerade für jene, die in der Schule immer schon zu spät gekommen sind, könnte das Arbeitsleben eine regelrechte Entlastung werden, jedenfalls bei etlichen österreichischen Top-Arbeitgebern. Flexible Arbeitszeiten sind hier fast schon Alltag. Flexible Arbeitszeitmodelle, eine Kinderbetreuungseinrichtung sowie  Gesundheits- und Freizeitprogramme und ein mitarbeiterfreundliches Arbeitsumfeld ermöglichen etwa bei Rosenbauer auch jungen Familienvätern und –müttern, Job und Beruf unter einen Hut zu bringen. Nebenbei punktet Rosenbauer zumindest bei männlichen Bewerbern auch mit seiner Produktpalette: Jungs bauen nun mal gern Feuerwehrautos. Manche Mädels auch.

Internorm, Europas Nummer eins bei Fenster und Türen, geht bei Flexibilität noch ein Stück weiter. Nicht nur, dass es bei Internorm die Variante gibt, vom Homeoffice aus zu arbeiten, auch die Regelung der Gleitzeit ist mehr als attraktiv. Denn Internorm verzichtet auf eine Kernarbeitszeit, zu der jeder unbedingt anwesend sein muss. Radikale Frühaufsteher, Nachteulen und sonstige Menschen mit einem ungewöhnlichen Lebensrhythmus freuen sich darüber.

Die Goodies der Firmen: So kämpfen Österreichs Unternehmen um  die besten Abgänger

Mehr Zeit fürs Leben

Egal, ob zusätzliche Arbeitstage, flexible Arbeitszeitmodelle oder die Möglichkeit, tageweise von zuhause aus zu arbeiten. Die meisten Unternehmen haben längst erkannt, dass eine gute Balance zwischen Arbeit und Freizeit einer der wichtigsten Faktoren für Arbeitszufriedenheit ist.

Gehalt und Co

Je besser die Ausbildung und je nachgefragter die Fähigkeiten, die ein Einsteiger mitbringt, desto größer fällt auch die Entlohnung aus. Doch auch abseits von Barem gibt es materielle Anreize. Je nach Position und Dienstalter vom Handy bis zum Firmenwagen.

Fortbildung für die Zukunft

Hochtechnologie-Firmen sind auf perfekt  ausgebildete Mitarbeiter angewiesen. Deshalb gibt es bei vielen von ihnen auch ein umfangreiches Aus- und Fortbildungsangebot. Davon profitiert aber nicht nur das Unternehmen. Denn Zusatzqualifikationen bedeuten auch mehr Gehalt.

Ruf der Ferne

Wer gerne die Welt kennenlernt, ist bei österreichischen Firmen gut aufgehoben. Denn die benötigen sehr oft Mitarbeiter, die ins Ausland wollen. Manche Unternehmen bieten Auslandseinsätze daher auch schon im Rahmen von Trainings oder Ausbildungen an.

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